Student LifeCycle: Vertiefungsphase
Zielgruppe: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende an den Hochschulen
Hochschule: Technische Hochschule Mittelhessen
Die „International Business Simulation“ ist ein innovatives Lehr- und Lernformat der Technischen Hochschule Mittelhessen, das Studierende in einem internationalen, interkulturellen und praxisnahen Projekt zusammenbringt.
Ziel des englischsprachigen Lehrprojekts ist es, reale Herausforderungen der globalisierten Wirtschaft in einem simulationsbasierten Lernsetting in internationalen und hochschulübergreifenden Teams zu bearbeiten und dabei fachliche, methodische sowie interkulturelle Kompetenzen zu fördern.
Im Rahmen des Lehrprogramms arbeiten Studierende von Hochschulen aus verschiedenen Ländern – unter anderem aus Deutschland, den USA, Kanada und Finnland – zunächst virtuell und anschließend in gemeinsamen Präsenzphasen zusammen. Sie bearbeiten reale Managementaufgaben, entwickeln Lösungen in internationalen Teams und reflektieren kulturelle Unterschiede sowie wirtschaftliche Zusammenhänge. Dabei stehen Teamarbeit über Kontinente hinweg, interkulturelle Kommunikation und praxisnahe Problemlösung im Mittelpunkt. Die Internationalität jeder der mitwirkenden Hochschulen führt dazu, dass Studierende aus aller Welt zusammentreffen, nicht nur aus den Ländern der genannten Hochschulstandorte, und die mit der Simulation verbundenen fachlichen, wie interkulturellen Lernerfahrungen realitätsnah und multiperspektivisch erfolgen.
Das Blended-Learning-Konzept verbindet digitale Projektphasen mit internationalen Begegnungen vor Ort. Neben klassischen betriebswirtschaftlichen Inhalten legt das Format besonderen Wert auf überfachliche Kompetenzen wie interkulturelle und agile Zusammenarbeit in diversen Teams, Reflexionsfähigkeit und selbstorganisiertes Lernen. Anstelle traditioneller Prüfungen kommen beispielsweise Lerntagebücher, Feedback-Formate und kreative Präsentationen zum Einsatz.
Die Simulation ist Teil einer internationalen Hochschulkooperation, unter anderem mit der Kajaani University of Applied Sciences in Finnland, und trägt zur nachhaltigen Internationalisierung der Lehre sowie zum Ausbau globaler Partnerschaften bei. Am Beispiel dieser Kooperation zeigt sich, dass die Simulation zugleich als Grundstein für langfristige und vertrauensvolle Partnerschaftsentwicklung fungiert. Nachdem KAMK-Studierende bereits im Jahr 2025 kurzfristig an der virtuellen Projektphase teilgenommen haben, wird im Jahr 2026 eine weitere Gruppe von KAMK-Studierenden neben der virtuellen Phase auch im Rahmen der „Gießen Week“ in Präsenz teilnehmen. Zudem werden THM-Studierende der Simulation im Rahmen einer Kurzzeitmobilität erstmals zum Gegenbesuch nach Finnland reisen. Vergleichbare Mobilitäts-Kollaborationen sind ebenso mit den anderen Hochschulpartnern umgesetzt. Diese Auslandsmobilitäten bieten jeweils ein umfassendes Programm, bestehend aus Campus-Einblicken und Lehrveranstaltungen, kontextbezogenen Gastvorträgen von Persönlichkeiten aus der Praxis, Exkursionen zu Unternehmen und Institutionen sowie kulturellen Erfahrungen und Begegnungen.
– Masterstudent nach Ende der Online-Phase
Für ihren innovativen didaktischen Ansatz wurde die „International Business Simulation“ im Jahr 2025 mit dem zweiten Preis des Hessischen Hochschullehrpreises für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die hohe Praxisnähe, die intensive Reflexion sowie den interkulturellen Austausch und den unmittelbaren Bezug zur globalisierten Arbeitswelt.
Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung internationaler Handlungskompetenzen und bereitet Studierende gezielt auf die Anforderungen einer vernetzten, globalen Arbeitswelt vor.
– Russ Jones, President of Arkansas Tech University (zur Pressemitteilung)
Prof. Dr. Benjamin Löhr
Alexandra Hofmann
Maxime Musterfrau