Goethe-Orientierungs-studium

Natur- und Lebenswissenschaften

Wissenschaft hautnah: Das bewährte Konzept der GO-Praxisprojekte Herzstück des Goethe-Orientierungsstudiums (GO) in den Natur- und Lebenswissenschaften ist das Sammeln und Reflektieren eigener Erfahrungen, um eine fundierte und nachhaltige Studienfachwahl zu treffen. Das GO-Praxisprojekt füllt dabei abstrakte Begriffe wie „Forschungsalltag“ und „akademische Schlüsselkompetenzen“ mit Leben: Wie fühlt es sich an, Teil eines interdisziplinären Expertenteams zu sein? Hier lernen Studierende bereits im ersten und zweiten Semester, komplexe Themen zu durchdringen. Gemeinsam mit fortgeschrittenen Peers grenzen sie Fragestellungen ein und entwickeln Lösungsstrategien für reale
Probleme – studiengangübergreifend, praxisnah und auf Augenhöhe.

Student LifeCycle: Studieneinstieg

Zielgruppe: Studieninteressierte, Studieneinsteigende, Lehrende und Mitarbeitende an Hochschulen

Hochschule: Goethe-Universität Frankfurt

Goethe-Orientierungsstudium Natur- & Lebenswissenschaften

Damit Studienanfänger*innen eine bewusste Entscheidung für ihr künftiges Fach treffen können, stellt das GO das Erleben, den Austausch und die Reflexion in den Mittelpunkt der zweisemestrigen Orientierungsphase. So werden vielfältige Orientierungsbedarfe individuell adressiert. Neben der Kompetenzentwicklung setzt das GO von Beginn an auf Forschungsnähe und Interdisziplinarität, damit die Fachwahl gut informiert und „aus den richtigen Gründen“ erfolgt.

Ein bewährtes Konzept, um diesen Praxisbezug herzustellen, ist das GO-Praxisprojekt. Hier heißt es: Raus aus dem Hörsaal, rein in die Praxis!

Das GO-Praxisprojekt macht die Vielfalt der Studierenden zur Stärke. In diesem Modul arbeiten Studieneinsteiger:innen Hand in Hand mit erfahrenen Bachelor- und Masterstudierenden verschiedener Fachrichtungen zusammen. Diese Mischung simuliert die Realität wissenschaftlicher Teams: Hier trifft frische Neugier auf fortgeschrittenes Fachwissen. Dabei erleben die Teilnehmenden fremde Fachkulturen sowie die eigene Rolle aus einer neuen Perspektive. In einer Atmosphäre, in der Teamgeist schwerer wiegt als Konkurrenz, werden neue Denkhorizonte erschlossen. Die Studierenden erfahren, wie wichtig es ist, eine gemeinsame Sprache zu finden, offen für Ungewohntes zu sein und komplexe Themen auf bearbeitbare Fragestellungen einzugrenzen.

Mit dem Ziel, den Forschungsalltag greifbar zu machen, wird die Universität in einem dynamischen Aufgabenszenario zum Reallabor. Beauftragt von einem fiktiven universitären Gremium erarbeiten die Studierenden als Expertenteams fundierte Handlungsempfehlungen für reale Herausforderungen. Während das Szenario den Rahmen vorgibt, entscheiden die Teams eigenständig über ihren Projektfokus und planen ihr Vorhaben entlang des Projektdreiecks aus Ziel, Ressourcen und Zeit.

Besonders lebendig wird dieser Prozess durch den Austausch mit dem „Echt-System“ der Universität. Um ihre Strategien abzusichern, suchen die Teams gezielt Expertenrat in verschiedenen Abteilungen – etwa beim Gebäudemanagement zu Hitzeschutzmaßnahmen oder bei Forschenden zur Analyse von Bodenbeschaffenheit. Der Projektalltag wird umso realer, wenn Expertenfeedback oder Rechercheergebnisse die ersten Pläne ins Wanken bringen. Dass die Teams darauf mit flexiblen Anpassungen reagieren müssen, spiegelt die echte Forschungsrealität wider. Dass studentische Forschung einen direkten positiven Einfluss auf den Universitätsbetrieb haben kann, zeigen die konkreten Ergebnisse der Praxisprojekte.

Infografik: Max Mustermann

Ich war überrascht, wie viel ich schon im zweiten Semester beitragen konnte und, dass wir als Team bei Anfragen in der Verwaltung oder bei Forschenden auf Augenhöhe behandelt und ernst genommen wurden.

– Studierende im 2. Semester

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Mehr Informationen:

Hochschule

Goethe-Universität Frankfurt

Ansprechperson

Dr. Bianca Bertulat | bertulat@em.uni-frankfurt.de
Tel.: 069-798-29455

Fotonachweis

B. Bertulat

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